Heyho!
Es gibt mal wieder Neuigkeiten von Bettina und Corinna aus Alpharetta!
Zunächst möchten wir euch etwas über's NBA-Spiel berichten für das uns unser netter Chef Karten geschenkt hat: Atlanta Hawks gegen Dallas Mavericks in der Philipps-Arena in Atlanta.
Obwohl die Mavericks Dirk Novitzki in der Mannschaft hatten und er auch die meisten Punkte sammelte gewannen am Ende die Hawks. Fast schon sehenswerter als das Spiel war die Show drumherum: Cheerleader, Marching Band, Flying Baskets, Maskottchen und jede Menge dicker Amerikaner (mit zwei Sitzen Platzbedarf).

Außerdem haben wir natürlich auch noch viele andere tolle Sachen unternommen, so waren wir zum Beispiel bei "Burt's Pumpkin Farm" und konnten dort Kürbisse bestauenen soweit das Auge reicht und auf einem echten "John Deere" Platz nehmen.


Danach gleich die nächste "Attraktion" bei uns in der Gegend (ihr seht schon hier ist viel geboten :-)): Buck's Corn Maze (Maislabyrinth)!!!


Anschließend waren wir noch bei den Amicalola Falls, berühmte Wasserfälle die wir todesmutig auf 750 (in Worten: siebenhundertfünfzig) Stufen erklommen haben. Der anschließende "strenuous and difficult trail" war dann allerdings auch mit Flip-Flops noch leicht zu bewältigen.



Am Sonntag stand dann Helen auf dem Programm. Diese nette Kleinstadt in den Georgia Mountains wurde einst von deutschen Siedlern gegründet ,die maßgeblich Erscheinungsbild und Baustil geprägt haben:


Das ganze Fachwerk ist aber nicht echt, sondern nur aufgeklebt oder aufgemalt!!
Überall in der Stadt haben die Gebäude deutsche Namen ("Festhalle", "Haus Annelise", ...), die Straßen deutsche Namen ("Edelweißstraße", "Baumweg", "Munich Strasse") und natürlich durfte auch ein Oktoberfest nicht fehlen (obwohl es schon November war).

Ja das Oktoberfest hier ist das längste der Welt, länger sogar noch als das Original in München. Man hält es nicht für möglich aber hier laufen sogar die Amis in Dirndl und Lederhosen herum.

Ein fescher Alleinunterhalter in deutscher Tracht gab mit amerikanischem Akzent deutsche Volkslieder zum Besten - man verstand kein Wort!!!!

Das Bier gab es zum halben Preis, da der letzte Tag war - Bettina hat das natürlich gleich ausgenutzt!! Corinna hat leider das blaue Bändchen erhalten mit dem man kein Bier bekommt - denn kein Alkohol unter 21 gilt leider auch auf dem Oktoberfest!




Im ganzen Ort findet man auch deutsche "Wirtschaften" in denen es traditionelle Gerichte gibt (oft mit Foto damit die Amis auch wissen was es ist) und in denen ebenfalls Volksmusik läuft.
In den Souvenierläden werden Kuckucksuhren verkauft.


Dieses Wochenende stand dann der erste Road-Trip an: Ziel war Memphis, die Heimatstadt des Blues. Hier hatte außerdem King Elvis seine Villa Graceland, die wir natürlich besichtigen mussten, auch wenn der Eintritt pro Person läppische 30 $ gekostet hat (ohne parking fee!)
Und dabei haben wir noch nicht mal die VIP-Tour gemacht, die es für günstige 70 $ gibt.
Naja den Elvis-Fans kann man wohl so einiges aus der Tasche ziehen, Preise an der Schmerzgrenze.
Dafür durften wir aber auch in seine Villa und seine zwei Flugzeuge und wir konnten den berühmten "Pink Cadillac" bestaunen. Auch seine ganzen Showanzüge waren ausgestellt und im Souvenirshop als Kopie für ebenfalls preiswerte 3.000 $ erhältlich.




Im Anschluss an Graceland haben wir das Civil Rights Museum von Memphis besucht, wo die gesamte Geschichte der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung ausgestellt ist. Untergebracht ist das Museum im "Motel Lorraine", auf dessen Balkon Martin Luther King Jr. erschossen wurde. Auf dem Bild seht ihr uns vor dem Motel, und an der Stelle wo heute der Kranz hängt stand damals King Jr.

Danach ging es ab zur Beale Street, der Ausgehmeile von Memphis. Hier reiht sich Bluesbar an Bluesbar, und auf der Straße Liveband an Liveband. Auch der berühmte Bluessänger BB King spielt hier noch in seiner eigenen Bar.




Leider konnten wir nicht den ganzen Abend in Memphis verbringen, da wir noch nach Nashville weiterfahren mussten um am nächsten Tag die Destillerie von Jack Daniels besichtigen zu können.

Gelegen ist diese in einem kleinen Ort in Tennessee, und zwar in einem "Dry County". Dort darf seit der Prohibition kein Alkohol mehr verkauft werden - die Produktion ist aber legal! Naja, eben typisch amerikanische Logik....
Eigens für Jack Daniels wurde 1995 jedoch ein Zusatz zum Gesetz geschaffen, nach dem nun im Souveniershop eine bestimmte Souvenierflasche von Jack Daniel's legal verkauft werden darf.
Bekommen haben wir aber trotzdem keine - denn es war Sonntag, und Sonntag ist in Tennessee (und auch in vielen anderen Südstaaten) der Verkauf von Alkohol verboten - obwohl sonst alle Geschäfte offen haben und jeder seinen Rasen mäht.
Was soll man da noch sagen...



Nach Jack Daniel's ging es dann wieder zurück Richtung Atlanta. Alles in allem haben wir dieses Wochenende 18 Stunden im Auto verbracht und 1.600 Kilometer mit unserem spritsparenden Chevy Malibu zurückgelegt.
Im nächsten Blog dürft ihr euch freuen auf:
- Bilder von unserem Nagelstudiobesuch
- Berichte aus der Massageschule
- Sonnenuntergang an der Küste Georgias
Bis demnächst!